Novartis verzeichnet weniger Gewinn

November 10th, 2010

Hauptgrund für den Rückgang ist Schwäche des Dollars

Basel – Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat in den ersten neun Monaten des Jahres weniger verdient – allerdings liegt der Hauptgrund für den Rückgang bei der Schwäche des Dollars. Auch der Umsatz stagnierte aus diesem Grund. Der Gewinn ging um 8 Prozent auf 6,131 Mrd. Dollar zurück, wie Novartis am Donnerstag mitteilte. Gründe für den Rückgang sind neben Wechselkurseffekten die Kosten für die Übernahme des Augenheilmittelkonzerns Alcon und Sonderkosten. Bei konstanten Wechselkursen steigt der Reingewinn jedoch um 2 Prozent.

Der Umsatz stagnierte bei 31,341 (Vorjahr: 31,382) Mrd. Dollar. In lokalen Währungen legte der Umsatz um 8 Prozent zu. Getragen wurde der Umsatz von der wichtigen Pharma-Sparte, diese legte um 4 Prozent auf 20,765 Mrd. Dollar zu. In lokalen Währungen betrug das Plus 11 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 1 Prozent auf 7,3 Mrd. Dollar. Bei konstanten Wechselkursen und unter Ausschluss von Sonderposten legte Novartis operativ gar um 11 Prozent zu.

Leichtes Quartalsplus

Im dritten Quartal konnte der Basler Konzern den Umsatz um 3 (in lokalen Währungen: 7) Prozent auf 11,086 Mrd. Dollar steigern. Der Gewinn stieg leicht um 1 Prozent auf 2,112 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis legte 13 Prozent auf 2,634 Mrd. Dollar zu.

Novartis-Chef Daniel Vasella zeigt sich in der Mitteilung zufrieden über das Ergebnis. Es sei getragen von der Dynamik des Pharmageschäfts, das vom Wachstum neuer Produkte und der Verjüngung des Portfolios profitiere.

Für das Gesamtjahr rechnet Novartis mit einem Ergebnis in Rekordhöhe. Der Umsatz sollte in Lokalwährungen im “hohen einstelligen Prozentbereich” wachsen.

Das operative Ergebnis und der Reingewinn dürfte auch ohne den Beitrag der Schweinegrippe-Impfstoffe bei konstanten Wechselkursen Rekordwerte erreichen. Allerdings sei zu erwarten, dass der schwache Dollar das Ergebnis “erheblich” schmälern werde. (APA/sda)

Pfizer kauft Konkurrenten Wyeth für 68 Milliarden Dollar

Oktober 18th, 2010

Der weltgrösste Pharmakonzern Pfizer kauft den Konkurrenten Wyeth für 68 Milliarden Dollar. Es ist eine der grössten Firmenübernahmen seit Jahren und die bedeutendste seit dem Ausbruch der Finanzkrise.

Der Pharmakonzern Pfizer will für 68 Milliarden Dollar den Konkurrenten Wyeth kaufen. Der Deal wäre die zweitgrösste Übernahme in der Geschichte der Pharmaindustrie. 2000 hatte Pfizer Warner-Lambert für 93,4 Milliarden Dollar übernommen, bisher die grösste Übernahme in der Branche.

Pfizer bezahlt den Kaufpreis für den Biotechnologie-Spezialisten Wyeth in einer Kombination aus Bargeld und Aktien. Gemeinsam kommen die zwei Pharmakonzerne auf einen Jahresumsatz von rund 75 Mrd. Dollar.

Im Zuge der Übernahme sollen rund 10% der Stellen wegfallen. Die beiden Konzerne beschäftigten zuletzt weltweit insgesamt mehr als 130′000 Mitarbeiter.

Ein Bankenkonsortium hat dem Branchenprimus eine Finanzierungslinie von 22,5 Mrd. Dollar gewährt. Für Pfizer wäre Wyeth bereits die dritte Megaübernahme innerhalb von zehn Jahren nach Warner-Lambert im Jahr 2000 und Pharmacia drei Jahre später.

Pfizer ist einem breiteren Publikum vor allem als Hersteller der Potenzpille Viagra ein Begriff. Wyeth ist stark in der Herstellung von biotechnologischen Pharmaka und Impfstoffen engagiert. Mit der Übernahme würde Pfizer seinen Umsatz um die Hälfte steigern. In den nächsten Jahren wird der Pharmagigant die Patentrechte für einige wichtige Medikamente verlieren.

(ap/sda)

Medizin-Auszeichnung an Robert Edwards für die In-Vitro-Fertilisation

Oktober 6th, 2010

Britischer Wissenschafter schuf Grundlagen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin – Bereits mehr als vier Millionen IVF-Kinder

Stockholm – Der Nobelpreis 2010 für Physiologie und Medizin geht an den britischen Wissenschafter Robert G. Edwards (geb. 1925) für seine Forschungsarbeiten, welche am 25. Juli 1978 zur Geburt des ersten “Retortenbabys” der Welt führte. Dies gab das Karolinska-Institut in Stockholm Montag am späten Vormittag bekannt. “Seine Errungenschaften machten es möglich, Infertilität zu behandeln. Das ist eine Situation, die einen wesentlichen Anteil der Menschheit betrifft – inklusive etwa zehn Prozent von Partnerschaften weltweit”, hieß es in der Begründung.

Edwards lebt in einem Seniorenheim. Am Montag hieß es in Stockholm, es sei unklar, ob er zu der Überreichung der Auszeichnung kommen werde. Er sei aber hoch erfreut über die Zuerkennung.

Bereit in den 1950er Jahren hatte Robert G. Edwards die Vision, dass eine In-Vitro-Fertilisation hilfreich bei der Behandlung der Infertilität sein könnte. Seine Bemühungen wurden schließlich am 25. Juli 1978 von Erfolg gekrönt, als das erste “Retortenbaby” der Welt geboren wurde. In den folgenden Jahren verfeinerten Edwards und seine Mitarbeiter die IVF-Technik. Mittlerweile wurden weltweit schon vier Millionen IVF-Babys geboren.

Lösung für zehn Prozent der Partnerschaften mit Kinderwunsch

Etwa zehn Prozent der Partnerschaften weltweit haben ein Fertilitätsproblem. Das bringt zum Teil enormen Stress und Belastungen für die Betroffenen. Die künstliche Befruchtung im Labor umgeht dabei mittlerweile sowohl Probleme von Frauen als auch von Männern: zum Beispiel mangelnde Durchgängigkeit der Eileiter oder eine schlechte Spermaqualität.

Edwards studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Edinburgh; ab 1958 ging er an das Nationale Institut für Medizinische Forschung in London, wo er seine Arbeiten über die Fruchtbarkeit beim Menschen startete. Ab 1963 arbeitete er in Cambridge an der Universität und an der Bourn Hall Clinic, der ersten IVF-Klinik der Welt.

Eines der Probleme, die Edwards meistert, war, dass die befruchteten Eizellen zunächst nicht über eine einzige Zellteilung hinaus kamen. Edwards vermutete, dass menschliche Eizellen, die bereits in den Eierstöcken herangereift waren, bevor sie für die IVF gewonnen wurden, dafür besser geeignet wären und sah sich nach Möglichkeiten um, die Eizellen sicher zu gewinnen.

Dabei wandte sich der britische Wissenschafter an den Gynäkologen Patrick Steptoe. Mit ihm entwickelte der dann die IVF so, dass sie in der klinischen Praxis angewendet werden konnte. Steptoe war einer der Pioniere der Laparoskopie, eine Technik, die damals noch neu und kontroversiell diskutiert wurde. Sie erlaubt aber die Inspektion der Eierstöcke mit einem optischen Instrument. Steptoe benutzte es, um Eizellen zu gewinnen, Edwards brachte sie in Zellkulturen ein und gab Spermien hinzu.

Selbst finanzierte Forschung

Weil staatliche Stellen in Großbritannien die Finanzierung der weiteren Arbeiten verweigerte, finanzierten die Wissenschafter ihr Projekt schließlich privat. Im Jahr 1978 war es schließlich soweit: Lesley und John Brown kamen in Edwards Klinik, nachdem sie neun Jahre lang kein Kind bekommen konnten. Eine IVF-Behandlung wurde durchgeführt und die befruchtete Eizelle wurde Lesley Brown im Acht-Zell-Stadium implantiert. Am 25. Juli 1978 wurde ein gesundes Baby, Louise Brown, per Kaiserschnitt nach einer Schwangerschaft in normaler Länge entbunden.

Mittlerweile wurde die Methode weiter verfeinert. Hinzu kam zum Beispiel die artifizielle Spermien-Infektion (ICSI), welche eine Schwäche der Spermien des Mannes ausgleichen kann. In zahlreichen Staaten wird die IVF auch bereits vom Staat bzw. der Krankenversicherung ganz oder teilweise bezahlt. Eine solche Regelung gibt es auch in Österreich. Am 5. August 1982 kam das erste IVF-Baby Österreichs mit den Gynäkologen Wilfried Feichtinger, Peter Kemeter und Stephan Szalay (Universitäts-Frauenklinik am AKH) in Person von Zlatan Jovanovic auf die Welt.

Die Nobelpreis-Auszeichnungen, die durch das Karolinska-Institut in Stockholm vergeben werden, sind mit je zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 1,058 Mio. Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr ging der Medizin-Nobelpreis an die drei in den USA tätigen Wissenschafter Elizabeth H. Blackburn, Caro W. Greider und Jack W. Szostak für Erkenntnisse, “wie Chromosomen durch Telomere (Endkappen der Chromosomen) und das Enzym Telomerase (baut Telomere auf.) geschützt werden. Diese Mechanismen sind für die Zellalterung und die Krebsentstehung wichtig. (©Standard/APA)

Generikahersteller Mepha wechselt den Besitzer

Februar 17th, 2010

Basel/Aesch – Der Baselbieter Generikahersteller Mepha wird von der US-Pharmafirma Cephalon übernommen. Der Kaufpreis liegt bei 622,5 Mio. Fr. oder 590 Mio. Dollar. Die rund 1000 Mepha-Angestellten sollen weiter beschäftigt werden.

Cephalon sei für Mepha ein guter, starker und innovativer Partner, sagte Mepha-Chef Thomas Villiger vor den Medien in Basel. Beide Unternehmen ergänzten sich gut in Bezug auf die Märkte und Produkte.

Die Marke Mepha werde beibehalten und weiter entwickelt. Am Standort Aesch BL werden laut Villiger neue Investitionen evaluiert. Dabei gehe es vor allem um den Bau eines Logistikzentrums.

Finanzkrise

Mepha gehörte bisher mehrheitlich der deutschen Merckle-Gruppe, die Ende 2008 unter anderem wegen Aktienspekulationen und der Finanzkrise in eine finanzielle Schieflage geraten war. Nach dem Suizid von Firmenpatriarch Adolf Merckle im Januar 2009 übernahm sein Sohn Ludwig die Merckle-Gruppe.

Cephalon und Mepha wollen die Übernahme in den nächsten Wochen abschliessen. Die Höhe des Kaufpreises wollten weder Villiger noch von Alain Aragues, Präsident von Cephalon Europa, kommentieren.

Mepha erzielte im letzten Jahr weltweit einen Umsatz von 408 Mio. Franken. Das Unternehmen ist in der Schweiz im Generika-Markt führend. Es beschäftigt rund 1000 Mitarbeitende, davon 500 in der Schweiz.

Der Schweizer Generikahersteller hatte bis Anfang des vergangenen Jahres zur deutschen Ratiopharm-Gruppe gehört, wurde dann aber auf Druck der Banken ausgegliedert. Die Zusammenarbeit mit Ratiopharm gehe weiter, sei nun aber neu geregelt worden, sagte Villiger. Entsprechende Verträge seien bereits abgeschlossen worden.

(sl/sda)

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2010!

Dezember 18th, 2009

Wir als Betreiber dieses Blogs wünschen Ihnen ein schönes & geruhsames Weihnachtsfest! Nehmen Sie sich ein paar erholsame Tage und kommen Sie gut ins neue Jahr 2010!!!

Aktion gegen Online-Verkauf von illegalen Arzneimitteln

November 23rd, 2009

Lyon – Angesichts der stetig wachsenden Anzahl von Internetseiten, die gefährliche und illegale Arzneimittel anbieten, wurde Operation Pangea II ins Leben gerufen, eine 24 Länder umfassende Aktion, die von INTERPOL und der International Medical Products Anti-Counterfeiting Taskforce (IMPACT) der Weltgesundheitsorganisation koordiniert wurde und mit der auf die Gefahren des Online-Kaufs von Medikamenten aufmerksam gemacht werden soll.

Die einwöchige weltweite Initiative führte zu einer Reihe von Festnahmen und der Beschlagnahmung Tausender potentiell gefährlicher Medikamente.

«Das vorrangige Ziel von Operation Pangea II ist der Schutz der Öffentlichkeit durch die Beschlagnahmung gefälschter, rechtswidriger Medikamente, die Unterbindung illegaler Verkäufe über das Internet und die Verfolgung von Personen, die potentiell das Leben unschuldiger Verbraucher aufs Spiel setzen,» erklärte INTERPOL-Generalsekretär Ronald K. Noble.

Arzneimittelbehörden, Polizei und Zollbehörden aus aller Welt haben sich bei ihrer engen Zusammenarbeit im Rahmen der Razzia, die vom 16. bis 20. November durchgeführt wurde, auf die drei wichtigsten Faktoren bei den Verkäufen über illegale Webseiten konzentriert: Internetanbieter, Zahlungssysteme und Versandservice

Im Zuge der Operation konnten durch die Überwachung des Internets 751 Webseiten mit illegalen Geschäftstätigkeiten aufgespürt werden. Unter anderem boten diese rezeptpflichtige Medikamente an oder solche, für die bestimmte Verschreibungsvorschriften gelten.

167′000 rechtswidrige und gefälschte Tabletten

Zweiundsiebzig dieser Websites wurden dichtgemacht. Darüber hinaus wurden über 16′000 Päckchen von Arzneimittelbehörden und Zoll überprüft, 995 Päckchen konnten beschlagnahmt und knapp 167′000 rechtswidrige und gefälschte Tabletten, darunter Antibiotika, Steroide und Diätpillen, eingezogen werden.

Gegen zweiundzwanzig Personen wird derzeit wegen verschiedener Delikte ermittelt, u.a. wegen illegalen Verkaufs und Beschaffung nicht zugelassener oder rezeptpflichtiger Medikamente.

«Durch die Veröffentlichung der äusserst positiven Ergebnisse dieser weltweiten Initiative beweisen INTERPOL und seine Mitgliedsländer wieder einmal, dass das Internet kein anonymer, sicherer Tummelplatz für kriminelle Machenschaften ist. Wir hoffen, dass wir den Verbrauchern ein gestärktes Bewusstsein für die Gefahren illegaler Internet-Apotheken vermitteln konnten und sie damit dazu bewegen, beim Kauf von Medikamenten über das Internet vorsichtiger zu sein», so Generalsekretär Noble.

«Unser Dank gilt den Mitarbeitern von Polizei, Zoll und Arzneimittelbehörden der 24 Länder, die an der Initiative beteiligt waren, sowie unseren internationalen Partnerorganisationen wie der IMPACT-Taskforce der Weltgesundheitsorganisation, der Weltzollorganisation sowie dem Weltpostverein, deren unermüdlicher Einsatz den Erfolg von Operation Pangea II erst möglich gemacht hat», schloss Noble.

Operation Pangea II: Schweiz mit dabei

Unterstützt wurde die Operation von PFIPC (Permanent Forum on International Pharmaceutical Crime), der Weltzollorganisation, der britischen MHRA (Medicines and Health Care products Regulatory Agency), der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) und ICE (Immigration and Customs Enforcement), der Royal Canadian Mounted Police und Health Canada.

Folgende Länder nahmen an Operation Pangea II teil: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Israel, Italien, Kanada, Liechtenstein, Neuseeland, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz, Singapur, Spanien, Südafrika, Thailand, die Tschechische Republik, die USA und das Vereinigte Königreich. (li/news.ch mit Agenturen)

Pharmabranche weist ein Wachstum auf

November 10th, 2009

Basel – Die Pharmaindustrie steht wie ein Fels in der Brandung: Als einzige wichtige exportorientierte Branche weist sie auch in der aktuellen Rezession ein Wachstum auf. Zudem ist sie gemäss einer neuen Studie dreimal produktiver als die Gesamtwirtschaft.

Während 2008 die Stundenproduktivität der Gesamtwirtschaft 67 Franken betrug, lag sie in der Pharmaindustrie bei 215 Franken. Banken brachten es auf 155 und Versicherungen auf 158 Franken. Dies geht aus einer in Basel vorgestellten Studie hervor. Erstellt wurde sie von Polynomics unter Mitarbeit von BAK Basel Economics im Auftrag des Branchenverbands Interpharma.

Die Pharmaindustrie erwies sich in den letzten Jahren als krisenresistent. Zwischen 2000 und 2008 wies sie gemäss der Studie ein jährliches Wachstum von 11 Prozent auf. Die Gesamtwirtschaft wuchs dagegen nur um jeweils 3 Prozent.

Zum nominalen Bruttoinlandprodukt steuert die Pharmaindustrie gemäss der Studie 5,4 Prozent bei. Von den Schweizer Exporten entfallen 27 Prozent auf die Branche, an der letztes Jahr in der Schweiz rund 120′000 Arbeitsplätze hingen. Zur nationalen Wertschöpfung trägt die Pharmaindustrie rund 26,8 Mrd. Fr. bei. Davon stammen 13,4 Mrd. Fr. direkt aus der Branche.(zel/sda)

Roche überrascht mit starken Zahlen

September 20th, 2009

Der Pharmakonzern nimmt im Quartal deutlich mehr ein als erwartet, Antrieb kam vor allem durch die Tamiflu-Nachfrage

Zürich/Basel – Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat seine Umsatzprognose leicht angehoben. Die Basler erwarten nach Angaben vom Donnerstag dieses Jahr im Pharmageschäft nun zumindest ein hohes einstelliges Verkaufswachstum und rechnen mit deutlich mehr Einnahmen aus dem Verkauf des Grippemedikaments Tamiflu als bisher. Die von der Angst vor einer Schweinegrippe-Pandemie getriebenen Tamiflu-Verkäufe veranschlagt Roche nun mit rund 2,7 Mrd. Franken (1,78 Mrd. Euro) statt der bisher erwarteten zwei Mrd. Franken. Beide Divisionen sollen deutlich stärker als der Markt wachsen.

Im dritten Quartal 2009 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um zehn Prozent auf 12,39 Mrd. Franken und damit leicht stärker als von Analysten erwartet. In der Pharmasparte zogen die Erlöse dank Tamiflu und der anhaltend guten Nachfrage nach Krebsmedikamenten wie Mabthera oder Avastin um elf Prozent auf 9,93 Mrd. Franken an. Nach Roche-Angaben wuchs das Pharmageschäft doppelt so stark wie der Weltmarkt.

Roche bekräftigte seine Gewinnprognose. Der Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie soll dieses Jahr und 2010 zweistellig wachsen. Der Konzern will die Schulden bei unveränderter Dividendenpolitik abbauen und 2015 wieder über ein Nettobarvermögen verfügen. Roche hatte im März die noch nicht in seinem Besitz befindlichen Anteile des US-Biotechnologiekonzerns Genentech nach einer monatelangen Übernahmeschlacht für 46,8 Mrd. Dollar (31,4 Mrd. Euro) übernommen.

Analysten hatten im Schnitt mit 12,18 Mrd. Franken Quartalsumsatz im Konzern und 9,72 Mrd. Franken in der Pharmasparte gerechnet. (APA/Reuters/AP)

Pascal Soriot wird neuer Pharmachef von Roche

September 15th, 2009

Der Schweizer Konzern nützt den Rücktritt seines langjährigen Pharmachefs zum Umbau der Konzernleitung

Zürich – Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche nützt den bereits länger angekündigten Rücktritt seines langjährigen Pharmachefs William Burns zu einer Umbildung seiner Konzernleitung. Der von der US-Tochter Genentech kommende Pascal Soriot übernimmt Anfang 2010 als Chief Operating Officer (COO) die operative Verantwortung für den größten Geschäftsbereich, wie Roche am Dienstag mitteilte.

Zugleich bekommt die Diagnostik-Division mit COO Daniel O’Day einen neuen Leiter, weil deren Spartenchef Jürgen Schwiezer in Pension geht. Und schließlich übernimmt Jean-Jacques Garaud die Pharmaforschung und -entwicklung. Er löst Jonathan Knowles ab, der die Roche-Forschung seit 1997 geleitet hatte.

Im März 2008 war Severin Schwan Konzernchef des Basler Gesundheitsriesen geworden. Er hatte Franz Humer als CEO abgelöst, der seither nur noch das Amt des Verwaltungsratspräsidenten bekleidet. Auch Burns soll bei der Generalversammlung im März 2010 in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Nachfolger des 50-jährigen Franzosen Soriot als Genentech-CEO wird Ian Clark. Roche hatte den US-Biotechnologiekonzern im März für 46,8 Mrd. Dollar (32,7 Mrd. Euro) komplett übernommen. (APA)

Ergebnisse zur September Prüfung zum zertifizierten Pharmaberater shqa

September 15th, 2009

Aus- und Weiterbildungsinstitut evolab erzielte beim Termin im September eine sensationelle Quote von 91.7%.

Bern – Die Prüfung zum zertifizierten Pharmaberater shqa, die am 2 – 4. September 2009 an der Universität in Bern stattfand, brachte ein bemerkenswertes Ergebnis für das Aus- und Weiterbildungsinstitut hervor. Satte 91.7% aller Teilnehmer, die Vorbereitungskurse bei evolab buchten, bestanden die Prüfung beim ersten Antritt. Dieses Erbegnis ist auch weit besser als der Durchschnitt der geamten Teilnehmer der von shqa publiziert wurde und bei 80% liegt. Wir dürfen den Teilnehmern zur bestandenen Prüfung ganz herzlich gratulieren!!

Dies ist ein erfreulicher Tag insbesondere, da sich das Unternehmen genau über diese Erfolge seiner Teilnehmer definiert: Eine hohe Quote von bestandenen Prüfungen der Kursteilnehmer ist der beste Erfolgsmesser aus Unternehmenssicht.

©amiga 2009


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